Sportphysiotherapie

Dieser eigenständige Bereich innerhalb der Physiotherapie konzentriert sich auf die Betreuung von Sportlern. Diese werden im Training, während der Wettkampfphase und bei akuten Verletzungen bzw. während der Rehabilitation kontinuierlich betreut. Im Vordergrund stehen die Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Sportlers bzw. die schnellstmögliche Wiederherstellung mithilfe physikalischer, manualtherapeutischer und elektrotherapeutischer Verfahren.   

1) Tape Verbände

a) Klassisches Tape
Der klassische Tapeverband dient der passiven Stabilisation von Gelenken nach Trauma und in der frühen Rehaphase, indem deren Bewegungsfreiheit limitiert wird. Dadurch kann eine Unterbrechung des Trainings verhindern werden. Der Körper erhält durch den Hautzug zusätzlichen Reiz, was wiederum zu einer Spannungszunahme der umgebenen Muskulatur führen soll.

b) Kinesiotape
Das Kinesiotape kann durch seine Zugelastizität mehrere Funktionen erfüllen. Je nach Anlagetechnik kann es die Muskelspannung reduzieren oder stimulieren, Statikkorrekturen auslösen, den Lymphabfluss fördern u.v.m. Das Kinesiotape schränkt durch seine Elastizität die Beweglichkeit des Patienten nicht ein, sodass ein komplettes Bewegungsausmaß für sportartspezifische Funktionen erhalten werden kann.

2) Elektrotherapie/Ultraschall

In der Elektrotherapie werden die Möglichkeiten des Stroms zur Heilung genutzt, der je nach Frequenz zur Unterstützung der Muskelfunktion (niederfrequente Ströme), zur Schmerzlinderung (Interferenzströme) oder durchblutungsfördernd (Hochfrequenzströme) eingesetzt werden kann. Desweiteren gibt es die Möglichkeit, verschiedene Salbenwirkstoffe über Galvanisation in das Gewebe einzubringen. Der Ultraschall bezieht seine Wirkung aus hochfrequenten Schallwellen, die durch einen Schallkopf über ein Kontaktgel an das Gewebe abgegeben werden. Beschriebene Effekte sind ein verbesserter Zellstoffwechsel, ein Anheben der Schmerzschwelle, sowie eine Förderung der Durchblutung.

3) Wärme- und Kältetherapie

Kälteanwendungen werden in der Regel bei frischen Verletzungen eingesetzt um das Einbluten in das geschädigte Gewebe einzuschränken und den Schmerz zu reduzieren. Weitere Einsatzmöglichkeiten können Reizzustände des Bindegewebes nach Überlastung, aber auch Tonussteigerung im Rahmen neurologischer Behandlungen sein.
Applikationsformen reichen von kalten Kompressen, Eislolly, coolpack, etc. bis hin zur Wärmebehandlung, für die bevorzugt Wärmeträger mit langer Speicherkapazität gewählt werden. Hierzu gehört sowohl das klassische Fango, Heiße Rolle, Moorbäder als auch moderne Hotpacks. Durch die abgegebene Wärme wirken sie entspannend/krampflösend, durchblutungsfördernd und schmerzreduzierend. Da ein Übertritt von Stoffen aus Fango oder Moor in den Körper nie belegt werden konnte, arbeiten wir aus hygienischen Gründen mit desinfizierbaren Wärmeträgern.